Bogenschützen auf der Konradsburg
Die Konradsburg bei Ermsleben wurde am Wochenende 30./31. August von Bogenschützen eingenommen. Besucher und Spaziergänger wurden von so einigen fremdländischen Tieren überrascht. Das ist keine Sensationsmeldung, sondern Tatsache, denn Bogenschützen aus ganz Deutschland (von den Alpen bis zur Nordsee) trugen dort ihre Staatsmeisterschaft aus. Gekommen waren 160 Teilnehmer, damit war diese Veranstaltung komplett ausgebucht. Geladen hatte die Archery Association Europe und ausgerichtet hat der Bogensportverein Bode-Selke-Aue aus Hoym.
Schon Freitagvormittag begannen die Arbeiten dazu. Es musste ein Parcours aufgebaut werden, den die Bogenschützen in den nächsten zwei Tagen absolvierten. Dazu kamen die Tiernachbildungen aus Schaumstoff zum Einsatz. Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung des Förderkreises Konradsburg e.V., der Jäger und der Bauern aus der Umgebung konnte eine Strecke von 2,7 km mit 28 in- und ausländischen Tieren bestückt werden, die zum Teil von Lotto finanziert wurden. So sah man einen Bären über die Wiesen streifen, einen Löwen sich unter einem Baum ausruhen, einen Marabu im Wald stehen und auch Hirsch und Eber fehlten nicht. Schon am frühen Nachmittag reisten die ersten Schützen mit ihren Wohnmobilen an. In etwa 35 waren es dann am Ende. Der Rest der Teilnehmer war in Unterkünften in der Umgebung untergebracht.
Am Samstagmorgen wurde das Lager von einer wundervollen aufgehenden Sonne geweckt. Schon 7 Uhr gab es Frühstück. Dann konnten sich alle noch etwas für den Wettkampf vorbereiten und 9 Uhr war die Einweisung für den Wettkampf. Alle wurden an ihre Ausgangsposition auf dem Parcours gebracht. Im Uhrzeigersinn wurden die einzelnen Stationen abgelaufen. Am Sonnabend wurde die Doppelhunter geschossen. Der Schütze stellt sich an einen Holzpflock in unbekannter Entfernung zum Ziel und muss zwei Pfeile schießen, die auch beide gewertet werden.
Der Unterschied zum Sonntag besteht darin, dass dann 3 Pfeile geschossen werden dürfen, aber beim ersten Treffer ist das Schießen beendet.
Da sich so ein Wettkampf über fünf bis sechs Stunden hinziehen kann, gibt es natürlich auch eine kleine Verpflegung. Dafür sorgte auch der Verein aus Hoym mit Unterstützung der Firma Keunecke Feinkost GmbH aus Badeborn und der Bäckerei Träger aus Frose.
Für diese Mühe bei Aufbau und Verpflegung gab es von den Schützen viel Lob und Anerkennung.
Auch sechs Bogenschützen aus Hoym nahmen an diesem Wettkampf teil und wurden am Ende mit Medaillen belohnt.
Es starteten : Uwe Hammer (Blankbogen) – Platz 1
Marion Hammer (Blankbogen) - Platz 3
Kathrin Dreßler (Compound) - Platz 2
Alexander Funk (Jagdbogen) - Platz 1
Philipp Funk (Blankbogen) - Platz 1
Holger Wilhelm (Recurve) - Platz 3
Bild zur Meldung: Bogenschützen auf der Konradsburg