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140 Jahre Schloß Hoym Stiftung

Hoym

Am 16. Juni 2018 lud Schloß Hoym Stiftung zu einer Festveranstaltung anlässlich des 140- jährigen Bestehens der Einrichtung ein. Dieser Zeitraum umschloss die Perioden, in denen die alten Gemäuer des 1720 errichteten Fürstenschlosses mit dem damaligen Namen Victorsburg zur Unterbringung von behinderten und kranken Menschen genutzt wurde.Renè Strutzberg, Geschäftsführer der Schloß Hoym Stiftung umriss in seiner Eröffnungsrede

die sehr verschiedenen Phasen in der Geschichte der Einrichtung. Im Jahr 1878 wurde die Landessiechenanstalt aufgebaut. Sechs Diakonissen betreuten nachweislich 103 Pfleglinge. Im Jahr 1928 begann sich die damalige Leitung bereits um die Förderung ihrer Schutzbefohlenen Gedanken zu machen. Im Jahr 1941 aber wurde das Grauen der Nazizeit auch im Schloss Hoym ganz konkret. Behinderte und kranke Menschen galten als nicht mehr lebenswert. Nachweislich 299 Menschen, die hier lebten, wurden in die Tötungseinrichtungen gebracht. Ihnen wurde in Schloß Hoym Stiftung eine Gedenktafel gesetzt. Auch die Zeit der DDR, die darauf folgte, war keine Zeit der Öffnung und der uneingeschränkten Humanität. Es war eine Zeit, in der die Menschlichkeit hinter der Wirtschaftlichkeit weit zurückblieb.

Vor dem offenen Portal würdigte die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt Petra Grimm-Benne in ihrer Festrede die Entwicklung der Einrichtung. Sie erklärte noch einmal in diesem Sommer Schloß Hoym Stiftung zu besuchen. Sie würde dann das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen, um ihre Vorstellungen und Wünschen zu den Arbeitsbedingungen zu befragen.

 

Fotoserien zu der Meldung


140 Jahre Schloß Hoym Stiftung (27.06.2018)