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Tag des Gedenkens

Hoym

Auch in diesem Jahr lud die Schloß Hoym Stiftung zum Tag des Gedenkens aller Opfer des Nationalsozialismus ein. Der Tag des Gedenkens erinnert an den 27. Januar 1945, an dem das KZ Ausschwitz von der Roten Armee befreit wurde. Ausschwitz ist Synonym für den Massenmord der Nazis an europäischen Juden, den die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts erklärten. Auch Schloß Hoym Stiftung trägt Spuren dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte.Die „Blödenanstalt“ im Schloß Hoym war in den Jahren des Naziregimes eine Auffangstelle so bezeichneter „lebensunwerter“ Menschen. Dabei handelte es sich um geistig Behinderter, Kranker, auch alter Menschen und verwundeter Soldaten, die der Gesellschaft keinen Nutzen mehr brachten. Zwischen den Jahren 1939 bis 1941 wurden 322 Menschen, darunter auch alle Kinder Opfer dieses Euthanasieprogrammes. Von grauen Zuerst gelangten sie auf Zwischenstationen, danach in Tötungsanstalten – die meisten nach Bernburg. Von diesen ca. 600 Menschen konnten 299 Namen festgestellt werden. Diese wurden auf einer Tafel zusammengestellt, die am 23. August 2002 im Schlosspark gegen das Vergessen aufgestellt wurde. Während der Gedenkveranstaltung erklärte der Geschäftsführer René Strutzberg, dass in diesem Jahr noch eine weitere Form des Gedenkens begonnen wird. In jedem Jahr wird eine „Stolperplatte“ gesetzt, die einen der Namen der Opfer tragen wird, um „eine Form der Erinnerung zu finden, die in die Zukunft wirkt“, wie René Strutzberg die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zitierte. Nach der Gedenkstunde und dem Setzen der „Stolperplatte“ legten Mitarbeiter und Bewohner der Schloß Hoym Stiftung sowie Vertreter der Stadt Seeland Kränze am Gedenkort nieder. Anschließend begaben sich einige Vertreter der Stadt Seeland und der Schloß Hoym Stiftung auf den Weg zum Hoymer Friedhof, um auch hier an der Gedenkstätte für achtzehn KZ-Häftlinge einen Kranz niederzulegen. Auch sie fanden in der Nähe von Hoym in den letzten Tagen des Krieges den Tod, auch ihr Schicksal bleibt unvergessen.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Tag des Gedenkens

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Tag des Gedenkens (30.01.2018)